Käthe J.S. Wissmann
Malerei - Grafik - Objekte

Zeit

Stadtbibliothek Bochum-Querenburg
30. Juni bis 12. September 2017
Eröffnung am Freitag, 30 Juni 2017 um 19.00 Uhr

Bilder zum Thema ZEIT
Was ist das, was wir „Zeit“ nennen und woran wir uns im Ablauf der Ereignisse
orientieren?
Unsere Umgangssprache kennt eine Fülle von Ausdrücken, in denen das subjektive Zeitempfinden in direktem Zusammenhang mit dem Vergehen der objektiven Zeit steht. Diese Formulierungen enthalten zugleich auch eine Wertung von Ereignissen und persönlichem Befinden: Zeit haben oder keine Zeit haben, sich Zeit nehmen oder sich keine Zeit nehmen, Zeit gewinnen oder verlieren, jemandem Zeit schenken oder jemand stiehlt einem die Zeit, man muss Zeit totschlagen, die Zeit rennt einem weg usw.
Der „Augenblick“ der als Gegenwart von uns wahrgenommen wird dauert knapp drei Sekunden. Der Zeitpunkt den wir die Gegenwart nennen ist also nur ein extrem kurzer Moment, der sich unaufhaltsam von der Vergangenheit in Richtung Zukunft zu bewegen scheint.

Dreifach ist der Schritt der Zeit:
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
Ewig still steht die Vergangenheit.
(Friedrich von Schiller)


ZEIT zu leben! Bilder - Texte – Filme – Musik zur ZEIT
musikalisch begleitet von Tobias Bülow, Flöte, Percussion

  • Claudia Schotte Einführung in Käthe Wissmanns Bilderwelt
  • C. Schotte, K. Wissmann, T. Eilcks, E. Linnemann ZEIT-Wörter - Wortperformance
  • Janna Kosack: zwei poetische Kurzfilme: Zeiten auf See, Wunderliches Wort -  die Zeit vertreiben
  • Kurzfilm mit Rezitation: Alles ist eitel (Andreas Gryphius)
  • Kurzfilm Explosion: Für ihren Animationsfilm "explosion" erhielt Janna Kosack (die 2012 beim 1. Gedichtfilm-Wettbewerb der GZL "Worte sind Boote" den 2. Preis erzielte) den 5. Preis. Die Jury begründete dies vor allem damit, dass die Attraktivität der Bilder (Zeichnungen von K.J.S. Wissmann), die im krassem Gegensatz zur Brutalität des Ereignisses stehen, den Film besonders verstörend und mahnend wirken lassen. Aus der Kinderperspektive wird das Alltagsleben gezeigt, das der Krieg gnadenlos zerstört.
  • Wolfgang Sternkopf liest eigene Texte zur Zeit
  • Elmar Linnemann Alles hat seine Zeit, Kohelet/Weisheit Salomos, Die Kunst des Alterns, F. Grotjahn-Text i.A.
  • J. Kosack, E. Linnemann, K. Wissmann, Michael Ende, Momo, Woher die Zeit kommt
  • Käthe Wissmann Biographie einer Kommode, Das Märchen vom Fest der Farben